Blumengesundheit

Haben Ihre Pflanzen einen Gesundheitsplan?

Kennen Sie die Anzeichen für gute Blumengesundheit? Der Zukauf von Pflanzen ist sehr wichtig. Es ist der erste Schritt, um die beste Qualität Ihrer Pflanzen für Ihre Kunden zu gewährleisten. Ein gängiges Sprichwort der Computerbranche, „Müll rein, Müll raus“, ist ein gutes Beispiel für dieses Konzept. Sie können zum Beispiel bezüglich Nachernte der gewissenhafteste Kunde sein, aber wenn Sie mit einem schlechten Produkt beginnen („Müll rein“), können Sie machen, was Sie wollen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Pflanzen noch immer von geringer Qualität sein werden, wenn sie Ihr Kunde erhält („Müll raus“). Denken Sie daran, dass wir keine Widgets sondern Pflanzen verkaufen, ein biologisch VERDERBLICHES Produkt. Das billigste ist nicht unbedingt das beste. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie wissen, nach welchen Anzeichen Sie bei Ihren Pflanzen Ausschau halten sollten.

Engagieren Sie sich beim Zukauf Ihrer Pflanzen.

1. Machen Sie Ihre Hausaufgaben. Überprüfen Sie, ob Ihre Händler, Lieferanten oder Züchter sich für Qualität verbürgen. Setzen sie die richtigen Pflege- und Behandlungstechniken ein? Verwenden sie gute Kühlung, saubere Eimer usw.? Sie sollten auch über ihre Blumensorten und deren Merkmale Bescheid wissen. Die Lebensdauer von Rosensorten in der Vase und Qualitätsprobleme wie die Anfälligkeit für einen geknickten Stiel, Ethylenanfälligkeit und Grauschimmelinfektion sind sehr verschieden. Die Ethylenanfälligkeit bei Nelkensorten ist sehr unterschiedlich. Die Wahl einer weniger betroffenen Nelkensorte kann den Schwund einschränken. Weitere Informationen über Pflege und Behandlung Ihrer Blumensorten finden Sie in unserem Kapitel „Nach Blumensorte”.

2. Testen Sie die Blumen in Ihrem Geschäft regelmäßig. Sie sollten wissen, was Sie Ihren Kunden schicken.

•  Ethylenanfällige  Blumen wie Nelken können mit dem „Apfeltest” von Floralife für eine Anti-Ethylenbehandlung getestet werden.

•   Ethylenunempfindliche Blumen können in Schnittblumennahrung mit dem hauseigenen Experimentprotokoll von Floralife getestet werden.

Die Blumentests müssen fortlaufend durchgeführt und im Zuge eines kompletten Qualitätsprogramms konzipiert werden. Sie kontrollieren nicht nur Ihre Qualität, sondern lernen zugleich die besten Sorten kennen. (Vorsicht: Lassen Sie sich aufgrund eines einzigen hauseigenen Tests nicht zu voreiligen Schlussfolgerungen verleiten.)

3. Arbeiten Sie möglichst mit bekannten Quellen. Dadurch werden Unregelmäßigkeiten bei der Qualität vermieden und Sie können mögliche Probleme leichter verfolgen. Eine solide Beziehung zu Ihrem Lieferanten ist für Ihre Qualitätsbemühungen unerlässlich.

Krankheit

Bakterien und Pilze sind die Hauptprobleme, die den vom Kunden wahrgenommenen Wert beeinträchtigen. Floralife kann Sie dabei unterstützen, die Schäden durch Bakterien und Pilze zu verringern, indem es Ihnen hilft, Ihre Verfahren für die Ausschaltung von Kreuzkontamination zu kontrollieren. Mit Floralife können Sie Lösungen und vorschlagen.

Bakterien

Riechen Ihre Vasen, Eimer oder Verarbeitungsbereiche faulig? Hat das Wasser in Ihren Vasen oder Blumeneimern ein trübes oder schmutziges Aussehen? Dann haben Sie vielleicht ein Bakterienproblem. Bakterien sind Mikroorganismen, die unter idealen Bedingungen rapide wachsen und sich vermehren. Bakterien können Stiele verkleben und Ethylen produzieren, das die Langlebigkeit von Schnittblumen beeinträchtigt. Wenn Bakterien vorhanden sind, werden die Innenwände des Blumenstiels blockiert, sodass Blüten und Blätter verwelken und ein geknickter Stiel auftritt. Bakterien produzieren auch Ethylen, was die Langlebigkeit der Blume verringern kann.

Grauschimmelfäule


Sind die Blütenblätter gelb? Fallen die Blütenköpfe einfach ab? Dann sind Ihre Blumen möglicherweise von Grauschimmelfäule befallen. Dabei handelt es sich um einen Pilz, der als Edelfäulepilz, Mehltau, Grauschimmel und Graufäule bekannt ist. Grauschimmelsporen gibt es überall und es ist für einen Blumenzüchter mitunter schwierig, sie zu kontrollieren, da es zur Zeit der Ernte keine sichtbaren Anzeichen gibt. Grauschimmelfäule wächst und entwickelt sich auf Schnittblumen weiter, besonders unter unzureichenden Transport- und Lagerbedingungen. Grauschimmel erzeugt Gifte und Krankheitserreger, die zu einem Verfall führen, der die Ethylenproduktion der Pflanze anregt. Anzeichen für Grauschimmelfäule sind Blütenknospen, die sich nicht öffnen, Flecken und Verfärbung von Blättern, Abfallen von Blättern und undeutliche Grau- oder Braunfärbung von Blüten und Blättern.

Faktoren für die Ausbreitung von Grauschimmelfäule sind Überdüngung während der Wachstumsphase, mangelnde Differenzierung bei der Zucht von Blumensorten, schlechte Belüftung, der Blumenabstand auf dem Feld und in Kühlern, hohe Feuchtigkeit und Windverhältnisse, bei denen sich die Sporen verbreiten. Einer der größten Faktoren bei der Verbreitung von Grauschimmelfäule sind schlechte Hygieneprotokolle.

Lösungen:

Die beste Lösung ist dafür zu sorgen, dass alles sauber ist. Befolgen Sie die von Floralife empfohlenen Protokolle für ordnungsgemäße Pflege und Handhabung, einschließlich Hygiene, Temperaturmanagement, Feuchtigkeitseinflüsse auf die Blütenköpfe, einschließlich Entfernen von Wachstumsmanschetten von Sträuchern. Der Schaden für andere Pflanzen und Blüten durch von Grauschimmelfäule befallene Pflanzen und Bakterien aufgrund erhöhter Ethylenwerte kann mit einem Ethylen-Hemmer wie EthylBloc™ begrenzt werden.

Ethylen

Ethylen (C2H4) ist ein geruchs- und geschmackloses Gas. Dieses gasförmige Pflanzenhormon wird auch als „Todes“- oder „Reifungs“-Hormon bezeichnet und beeinflusst das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen tiefgreifend. Die negativen Auswirkungen von Ethylen verursachen schätzungsweise 30 Prozent aller Ernteausfälle in der Blumenzucht. Wenn bei Ihren Blüten oder Pflanzen stumpfe Farben, gelbe Blätter, ein Abfallen von Blüten (oder Blättern), ein unregelmäßigen Öffnen von Blüten und vorzeitiges Absterben auftreten, war Ihr Produkt möglicherweise zu großen Mengen an Ethylen ausgesetzt. Jede einzelne Blume produziert Ethylen, ist aber auch für Ethylen anfällig, das aus vielen anderen Quellen stammt (darunter Produktion, Propanheizer, gasbetriebene Gabelstapler, Zigarettenrauch und andere Blumen).

Ethylenwerte über 100 ppb können Blüten in einem Zeitraum von mehr als 24 Stunden schädigen. Werte um 250 ppb können Blüten in nur 12 Stunden schädigen.

Es ist wichtig zu verstehen, wie gering die Menge von 100 ppb ist. Wenn Sie 100 Tropfen Lebensmittelfarbe in 10000 Liter Wasser geben, beträgt die Konzentration der Lebensmittelfarbe 100 ppb.

Einige Blumensorten sind empfindlicher als andere. Unter diesen Links erfahren Sie mehr über diese Pflanzen und Blüten.

 Schnittblumen            Topf- und Beetpflanzen             Blätter

Lösungen:

Es ist wichtig die besten Pflege- und Behandlungsprotokolle zu verwenden, um Probleme zu verhindern, bevor sie auftreten, z.B. alle Pflanzenabfälle beseitigen und das Endprodukt von konzentrierten Ethylenquellen fernhalten. Wenn bereits hohe Ethylenkonzentrationen vorhanden sind, kann es hilfreich sein, einen Ethylenhemmer wie EthylBloc™zu verwenden, um den Schaden für Pflanzen und Blüten zu minimieren.

Arten von Ethylenhemmern:

  • Aufnahmelösungen umfassen einen dritten Ethylenhemmer, eine auf einer Silberthiosulfatlösung (STS) basierende Flüssigkeitsbehandlung zum Schutz von Blüten vor ethylenbedingten Schäden durch die Aufnahme über die Blütenstiele.
  • Ethylenhemmer wie Aufbauten und Beutel mit einem Langzeitwirkstoff und Transportpapier, das Pflanzen und Blüten dabei hilft, die Absorption von Ethylen zu blockieren. 

Schädlinge

Mitunter ist es schwierig festzustellen, ob die Gesundheit Ihrer Pflanzen von einer Krankheit beeinträchtigt ist oder das Problem tatsächlich von einem Schädling verursacht wird. Schädlinge sind nur Insekten, die als für das Wachstum einer Pflanze gefährlich gelten. Viele Züchter verwenden jetzt nützliche Insekten wie Wespen und Marienkäfer zur Bekämpfung von Schädlingen. In den Spotlight-Kapiteln von Floralife erfahren Sie mehr über diese Blumenzüchter.. 

Die Vorbeugung gegen Schädlinge beginnt mit folgenden hilfreichen Tipps:

  • Überprüfen Sie neue Pflanzen genau, um das unabsichtliche Einschleppen von Schädlingen in das Gewächshaus zu verhindern.
  • Halten Sie Türen, Fenster und Ventilatoren in gutem Zustand.
  • Verwenden Sie saubere oder sterile Erden oder Bodenmedien. Reinigen oder sterilisieren Sie Werkzeug, Wohnungen, andere Geräte und Arbeitsbereiche.
  • Beseitigen Sie Pfützen mit stehendem Wasser auf Böden. Algen und Mooswachstum in diesen Bereichen kann eine Quelle für Trauermücken und Salzfliegen sein.
  • Halten Sie das Gewächshaus immer unkrautfrei
  • Entsorgen Sie Müll, Bretter und alte Pflanzenreste in dem Bereich.
  • Entfernen Sie nach jedem Produktionszyklus alle Pflanzen und Pflanzenreste und reinigen Sie das Gewächshaus sorgfältig
  • Vermeiden Sie eine Überhitzung und fördern Sie gute Belüftung, um nasse Bereiche zu vermeiden, die Fliegen als Brutstätte dienen können.
  • Vermeiden Sie das Tragen von gelber Kleidung, die für viele Schädlinge attraktiv ist.
  • Halten Sie das Gewächshaus immer unkrautfrei
  • Halten Sie den Bereich rund um das Gewächshaus sauber und kurz abgemäht, um eine Invasion von Schädlingen zu vermeiden, die sich in Gräsern im Freien entwickeln. 
  • Vermeiden Sie eine Verseuchung durch Entsorgen oder Entfernen stark befallener Pflanzen

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